Also doch: rbb baut Digitalradio Netz noch in 2017 aus

Es war die Überraschung des Tages. Am 05. April kündigte der rbb an, sein Digitalradio-Sendernetz in Brandenburg jetzt doch auszubauen. Noch im März erhielt Radio wird digital die Antwort:

“Wir werden unser Digitalradio-Netz erst weiter ausbauen, wenn ein UKW-Abschalttermin in greifbare Nähe rückt. Ein Doppelbetrieb über das aktuelle Maß hinaus ist für uns leider nicht zu finanzieren.”

Aufgrund zahlreicher Medienberichte und offenbar der Nachfrage der KEF, die aus den Gebührengeldern den Rundfunkanstalten für einen Digitalradio-Ausbau extra Mittel bereitstellt, traf der rbb nun erfreulicherweise folgende Entscheidung:

“Wir haben die Erweiterung der Versorgung unseres DAB+-Angebots bislang strikt mit der Hoffnung auf einen absehbar regulierten UKW-Abschalttermin verbunden. Die politischen Diskussionen in der jüngsten Vergangenheit zeigen jedoch, dass mit einer solchen Festlegung absehbar nicht zu rechnen ist. Darunter sollen aber die Radiohörerinnen und -hörer in unserer Region nicht leiden, deshalb gehen wir jetzt einen Schritt auf unser Publikum zu und beginnen den Ausbau des DAB+-Netzes in Brandenburg”

…sagte rbb-Produktions- und Betriebsdirektor Nawid Goudarzi am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Konkret sollen die Sender Cottbus-Stadt, Booßen und Pritzwalk ans Netz gehen:

Damit erhöhen wir die DAB+-Versorgung in Brandenburg in der Fläche von jetzt 42 Prozent auf dann 73 Prozent und bei der Bevölkerung von jetzt 49 Prozent auf 72 Prozent,

so Nawid Goudarzi weiter.

Ziel des rbb ist es, bis zum Jahr 2020 einen Versorgungsgrad im Gesamtsendegebiet von 95 Prozent zu erreichen. Dazu sollen in den nächsten Monaten Planungen angestellt werden, wie der Ausbau auch ab 2018 weiter gehen soll.

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About the Author: Dirk Martens