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DAB+ Änderungen in Bayern

Nun ist es nicht mehr lange hin und im südlichen Bundesland Bayern kommt es zu einer der größten Neuausrichtungen der DAB+ Netze seit dem Start des Übertragungsstandards im Jahr 2011. Der Hintergrund: Zum einen war in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach landesweiten Kapazitäten für Privatradioprogramme zu gering, um einen kompletten Mux (Bouquet auf einen Kanal für bis zu 14 Programme) zu füllen, zum anderen kann Kanal 10D nun gute Verwendung für den geplanten Bundesmux 2 finden. Außerdem war bislang unklar, wie in einer terretrisch-digitalen Zukunft die Lokalprogramme berücksichtigt werden können.

In einer auch für andere Bundesländer beispielhaften Weise fand sich ein Planungskonsortium aus BLM(bayerische Landeszentrale für neue Medien), BR(Bayerischer Rundfunk) und BDR(Bayern Digitalradio), um alle Interessen berücksichtigen zu können. So wird der Bayerische Rundfunk für die Regierungsbezirke einige Regionalmuxe aufbauen, deren Kapazitäten auf Programme des BR, Landesprogramme und Lokalprogramme aufgeteilt werden. Die Bayern Digitalradio GmbH wird neben dem BR entsprechend Capacity Units (CU) erhalten, um diese an Programmveranstalter unter zu vermieten.

Bereits auf Sendung sind die Kanäle 8C für Mittelfranken an den Standorten Nürnberg, Büttelberg und Dillberg; Kanal 10B für Oberfranken in Hof, Bamberg und Ochsenkopf; Kanal 10A für Unterfranken in Alzenau, Kreuzberg, Pfaffenberg und Würzburg und Miltenberg. Neben den entsprechenden Regionalvarianten des Programmes Bayern 1, sendet hier bereits auch Bayern 2 Nord. Ab 01.07. sollen hier auch landesweite Programme für Bayern aufgeschaltet werden.

Zu den weiteren Planungen erläutert Michael Pausch, Leiter der Abt. Rundfunkversorgung und Frequenzplanung des BR gegenüber Radio wird digital: Bereits am 01.09. sollen nach aktuellem Stand die Regionalnetze für Niederbayern und Oberpfalz auf Kanal 12 D mit BR Programmen auf Sendung gehen. Zum gleichen Zeitpunkt sollen auch die Kanäle für Oberbayern und Schwaben(Kanal 10 A) bereit stehen. Außerdem sollen laut Michael Pausch unter Regie der BDR neue Netze für die Regionen Oberland und Allgäu zusätzlich zu den BR Regionallösungen entstehen.

Wie bereits andere Medien berichteten, werden seitens der landesweiten Privatsender Kultradio, Rockantenne  und Absolut Hot in den neuen Regionalvarianten des BR ihre neue digitale Radioheimat finden. Antenne Bayern wird auf Kanal 11D wechseln. Daneben sollen aber auch Lokalradios in den neuen Netzen berücksichtigt werden, damit auch diese fit für das Digitalradio DAB+ gemacht werden können. Für Ober-, Unter- und Mittelfranken stand hier der 01.07. im Raum. Dazu verriet die Bayerische Landeszentrale für neue Medien Radio wird digital:

Die Aufschaltung der Regionalnetze Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken soll möglichst zum 1.7.2017 erfolgen. Ob dieser Termin zu halten sein wird, lässt sich derzeit aber nicht mit absoluter Sicherheit sagen, da es medienrechtlicher Zuweisungen durch die BLM bedarf und Verträge zwischen der Bayerischen Medien Technik und den Anbietern abgeschlossen werden müssen. In den drei fränkischen Regierungsbezirken haben alle lokalen UKW-Anbieter Anträge gestellt, in Zukunft simulcast auch in DAB+ in den Regionalmuxen ausgestrahlt zu werden. Die BLM wird das Konzept für regionale Netze auch im Süden Bayerns weiterverfolgen. Die regionale Organisation dort wird aber frühestens 2018, möglicherweise erst 2019 erfolgen.

Am 12.05. gab die BLM zwei neue Ausschreibungen für je 1 Programmplatz bekannt. So können sich Programmmacher für Kanal 10A in Unterfranken bewerben. Eine weitere Kapazität wird für alle bayerischen Regionalmuxe des BR ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft bis

 

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