DAB+ in knapp 40% der Neuwagen

Wenn der Übertragungsstandard DAB+ seine Möglichkeiten voll ausspielen kann, dann dort: Auf der Straße bzw. in den auf diesen verkehrenden Transportmitteln, wie LKW und PKW. Kein anderer Übertragungsweg kann in nahezu allen Kriterien so stark punkten, wie das neue Digitalradio:

Vielfältige Programme, klare Klangqualität ohne Rauschen und Knistern, verbesserter und präziserer Verkehrsservice, keine Zusatzkosten durch beispielsweise Datenverbrauch über Mobilfunk, Zusatzinformationen auf dem Bildschirm z.B. für den Beifahrer.

Wird Radio oft als nur noch Begleitmedium gebrandmarkt, so gilt das am wenigten wohl auch im Auto. Wo kann man schon mal ein komplettes Feature, Hörspiel oder einer Diskussionsrunde durchgängig lauschen als im Auto?

Der Verbraucher scheint diese Vorteile mehr und mehr für sich zu erkennen. Wie das Digitalradio Büro Deutschland am 29.01. mitteilte, befand sich unter Berufung auf den Jahresreport 2018 der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) 2017 der Anteil an ausgelieferten Neuwägen mit Digitalradio an Bord bei 39,1%. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert laut dem Projektbüro Digitalradio Deutschland noch bei 21%. Somit wurden nahezu doppelt so viele „Digitalradio“-PKWs 2017 ausgeliefert.

Ein Wert, der sehr deutlich macht, wo die Reise hingeht. Die Automobilindustrie zögert noch durchgängig einen DAB+-Chip als Statndardausstattung ohne Aufpreis hinzuzufügen, obgleich man immer wieder betonte, dass man sicher gehen wolle, dass dem modernen Empfangsweg tatsächlich die Zukunft gehört. Anlässlich dieser neu präsentierten Zahlen sollte daran kein Zweifel mehr bestehen.

Bleibt noch die Frage, ob nicht connected-car Lösungen die Zukunft gehört. Warum eigentlich entweder/oder? Connectes Audio ist Social Media, Emails, Reisetipps, Hotelsuche etc. Sicherlich auch Audio, z.B. Content on demand. Aber das Hören linearer Programme? Zum einen bleiben die Mobilfunknetze den Beweis aktuell schuldig, ob bei Masseneinsatz diese der Datenflut Stand halten würden, zum anderen wäre es technisch sicherlich nicht utopisch beides miteinander zu verknüpfen. Auch die aktuell beliebten Sprachassistenten könnten sicherlich so programmiert werden, dass der landes- oder ortsansässige Sender über DAB+, nicht über Stream empfangen wird. Das Zauberwort heißt, wie bei Motorenlösungen: hybrid.

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