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Der Radio wird digital – DAB+ Wahlcheck 17 / Teil1: CDU

Es ist wieder soweit! Am 24.09. sind die Bundesbürger wieder aufgerufen einen neuen Bundestag zu wählen. Im TV und Radio präsentieren die Parteien ihre Programme und bewerben sich um des Wählers Stimme. Aber was halten die Parteien eigentlich von der Technik DAB+? Radio wird digital hat nachgefragt und präsentiert in den kommenden Tagen einige Meinungen. Den Start macht die amtierende Partei in der Regierung, CDU!

Auf die Radio wird digital-Anfrage übersandte die CDU einen Beschluss des Netzwerkes “Medien und Regulierung” der Partei. Zum Medium Radio fasst der Beschluss u.a. zusammen:

Die Vielfalt des Radios ist unerreicht. Das Gesamtangebot liefert einen bunten Mix an Programmen aus Unterhaltung, Information und Kultur. Viele Programmangebote sind aufgrund ihrer lokalen und regionalen Inhalte tief in ihrer Region verankert, darüber hinaus existieren jedoch auch
länderübergreifende und bundesweite Angebote, die sich oft aufgrund ihrer Musikfarbe oder ihres Informationsangebots an spezielle Zielgruppen richten. Zudem haben die
Menschen in Deutschland ein besonders hohes Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Radioangebote.

Der Terrestrik kommt nach Meinung der CDU eine besondere Bedeutung zu, denn dadurch…

…kann Radio in Krisensituationen und Notlagen wie Katastrophen, bei Unwettern oder Unfällen als verlässliche regionale Echtzeit-Informationsquelle genutzt werden. Einen besonderen Stellenwert haben aktuelle Verkehrs- und Mobilitätsinformationen des Radios. Hier nimmt das Radio auch eine Schlüsselstellung für eine intelligente Verkehrssteuerung ein. Auf dem digital-terrestrischen Verbreitungsweg DAB+ können diese Informationen zudem noch mit deutlich größerer Vielfalt und Präzision angeboten werden.

Den Stellenwert von DAB+ erkennt die CDU folgendermaßen und spricht sich im o.g. Beschluss für eine hybride Technologie aus:

Insbesondere bei den 14- bis 29-Jährigen hören überdurchschnittlich viele Radio über Internet und DAB+. In der Welt der Apps und Plattformen wird die Verbreitung von Radio auch immer neue Wege finden. Daher gilt es, einen hybriden Ansatz zu verfolgen, der alle für die Nutzer relevanten
Verbreitungsoptionen für Radio einschließt.

Die neuen Technologien Internet und DAB+ erkennt die CDU für neue und bestehende Anbieter als Chance:

Die Verbreitungswege DAB+ und Radio über Internet bieten neuen Radioanbietern einen Markteintritt ohne Nutzung der knappen analogen terrestrischen Frequenzen (UKW). Er bietet auch bestehenden Sendern mit UKW-Frequenz die Möglichkeit, ihr Programmangebot auszudifferenzieren und um Zusatzdienste zu erweitern.

Beim Aspekt Verbreitung der Programme spricht sich die CDU für folgende konkrete Maßnahmen aus. Auch das Thema UKW-Abschaltung hat die CDU im Programm:

Um die bestehende vielfältige Radiolandschaft zu sichern und zu fördern, muss Radio einen eigenständigen digitalen terrestrischen Verbreitungsweg auch auf regionaler und lokaler Ebene dauerhaft nutzen können. Ein Abschaltszenario für UKW ist erst dann anzudenken, wenn die tatsächliche Nutzung durch andere Verbreitungswege vergleichbar gewährleistet wird und die tatsächliche Nutzung über den Empfang analoger UKW-Frequenzen bereits erheblich rückläufig ist. Den Ausbau des digitalen terrestrischen Verbreitungswegs, bspw. durch einen zweiten bundesweiten Multiplex (d. h. die Infrastruktur, über die Programme gebündelt und ausgestrahlt werden), und regionale und lokale Multiplexe unterstützen wir. Mit dem Ziel einer Verkürzung der Umstiegsdauer, der Gewährleistung eines eigenständigen Verbreitungswegs für die Gattung Radio auch in Zukunft und damit zur Förderung des technischen oder wirtschaftlichen Fortschritts allgemein. Wir unterstützen, dass Mittel aus der Versteigerung von Rundfunkfrequenzen (Digitale Dividende II) verwendet werden, um die Verbreitung
und die Marktdurchdringung zu steigern. Ziel ist es, insgesamt wirtschaftlich tragfähige Angebote zu gewährleisten.

Bei den Endgeräten stellt sich die Partei die Integration eines Multichips für viele Empfangswege vor und spricht sich für eine Einführung von DAB+ in möglichst vielen europäischen Staaten aus:

Für (mobile) Endgeräte, die den terrestrischen Empfang ermöglichen, soll ein technologieneutraler Multi-Chip verpflichtend werden. Ziel ist es, die Empfangbarkeit von Radio auf allen (mobilen) Endgeräten zu gewährleisten. Diese Vorgabe soll insbesondere für Autoradios zeitnah umgesetzt werden, da hier der zusätzliche Nutzen mit Blick auf die Verkehrsinformationen und bundesweite Angebote sehr hoch und die relativen Zusatzkosten gering sind. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass es insgesamt Ziel sein muss, europaweit Empfangbarkeit von Programmen zu gewährleisten und dass sich DAB+ in vielen
europäischen Ländern als Standard durchgesetzt hat.

Vielen Dank für die Übersendung der Unterlagen an die CDU. Die veröffentlichten Auszüge spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung von Radio wird digital wider. Radio wird digital hat alle wesentlichen Parteien um Stellungnahme gebeten (CDU, SPD, FDP, Grüne, AFD, Die Linke und Die Piraten). Sollte kein Beitrag einer genannten Partei erscheinen, so erhielt Radio wird digital keine Antwort.

Morgen lesen Sie die Antwort der Partei “Die Linke”

 

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