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Die nächsten Schritte Richtung Bundesmux 2

Im April wurde der Stein ins Rollen gebracht. Der Immobilienmanager Steffen Göpel möchte, zusammen mit anderen Radiogrößen einen zweiten Bundesmux in Deutschland installieren und gab bei den Landesmedienanstalten eine Interessenbekundung ab. Die DLM hat im Juli die Rundfunkreferenten der Länder bereits beaufragt  das Verfahren zur Bedarfsanmeldung zu starten. Diese melden dann zusammen mit der Staatskanzlei des Landes Rheinland Pfalz bei der Bundesnetzagentur diesen Bedarf an.

Damit die Medienanstalten die gesamten Kapazitäten für den Bundesmux ausschreiben können, ist eine entsprechende Zuordnung durch die Ministerpräsidenten der Länder notwendig. Diese Entscheidung soll auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 08.12. in Berlin fallen. Im Anschluß werden, so eine Pressprecherin der Medienanstalten gegenüber Radio wird digital, die Programmplätze ausgeschrieben. Nach aktuellem Stand wird die Bewerberfrist von Dezember bis Januar oder Februar 2017 dauern. Die Entscheidung über die Vergabe der Kapazität im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens soll, so die Pressesprecherin weiter, am 21.03.2017 von der ZAK/GVK auf der Gesamtkonferenz der Medienanstalten getroffen werden.

Auf dem Digitalradiotag 2016 stellte Siegfried Schneider, Vorsitzender der DLM in Aussicht, dass der Bundesmux 2 bereits zur IFA 2017 on air sein könnte. Wie die Pläne der interessierten Betreiber einer weiteren bundesweiten Bedeckung aussehen, ist bislang nicht bekannt.

Unter den Landesmedienanstalten herrscht demnach Einigkeit, was das Potntial eines weiteren bundesweiten Digitalradio-Bouquets betrifft. Zunehmend Skepis macht sich allerdings bei der LFM(Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen) in Nordrhein-Westfalen breit, wie auf einer YouTube-Live-Diskussion von der LFM deutlich wurde. Dr. Brautmeier, scheidender Vorsitzender der LFM bekräftigte noch einmal, dass er für DAB+ zu wenig Erfolgspotential auf Länderebene sehe. Unter anderem machte er die mangelnde Unterstützung der Politik dafür verantwortlich. Tatsächlich hat die Bundesregierug erst kürzlich den Vorschlag zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes des Bundesrates abgelehnt, in dem den Herstellern vorgeschrieben werden sollte, nur noch Geräte herzustellen zu dürfen, die auch digitale Radiosignale empfangen. Dies sollte Geräte betreffen die in der Lage sind, Zusatzinformationen auf einem Display darzustellen.

 

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