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Die neue DAB+ Struktur in Franken ist perfekt!

Der landesweite Kanal 10D ist nun bald Geschichte. Im nordbayerischen Franken spielt er bereits keine Rolle mehr. “Schuld” daran ist die neue Struktur, die aus einer einheitlichen Ausstrahlung für den gesamten Freistaat fünf Regionen gemacht hat, die auch die lokalen Sender berücksichtigt. Diese Herkulesaufgabe hat eine beispiellose Zusammenarbeit aus BR, BLM und BDR ermöglicht. Während in Südbayern die Umstellung noch andauert, kann sich das Frankenland über eine neue Programmvielfalt freuen, die Sie hier  einsehen können. Hat man bislang immer behauptet, dass Lokalprogramme im Digitalradio wenig berücksichtigt werden könnten, beweist Bayern durch diese Kooperation aus BR, BLM und BDR genau das Gegenteil. Damit können sich die Lokalradios sogar als Gewinner zählen. Wenn zum Beispiel ein Coburger täglich zwischen der Vestestadt und Bamberg pendelt, konnte er das Lokalradio Radio EINS bis zur Grenze des Landkreises Coburg über UKW verfolgen; danach war Schluss. Mit DAB+ kann er nun in mit Abstand höherer Qualität als über das mittlerweile unzeitgemäße FM-Netz bis weit über Bamberg hinaus seinen Lieblingssender genießen. Alle Lokalradios können nun im jeweiligen Regierungsbezirk Ober-, Unter- und Mittelfranken über dessen gesamte Fläche verfolgt werden. Über UKW ist dies mangels freier Frequenzen geradezu unmöglich. Um den Sendern die finanzielle Mehrbelastung abzufedern, beschloss die BLM eine monetäre Unterstützung beim Umstieg auf die digitale Technik.

Ein Beispiel auch für andere Bundesländer?

Wünschenswert wäre, es, denn auch in anderen Bundesländern gibt es kommerzielle Lokalradios, wie z.B. in Nordrhein-Westfalen. Beim Rahmenanbieter und seitens der einzelnen Stationen regt sich aber seit dem Start von DAB+ im Jahr 2011 Widerstand gegen diese Technik bzw. hält man hier Digitalradio für überholt, vom Verbraucher ungewollt und setzt verstärkt auf das Internetradio. Versuche anderer Anbieter, die gerne einen Markteintritt in NRW über DAB+ wagen würden, blieben bislang erfolglos bis auf ein i Jahr 2012 gestarteten Pilotbetrieb über das Bouquet des WDR (s.u.). Dabei könnte man nun dem bayerischen Beispiel folgen. Einen vergleichbaren Vorschlag zur Abbildung der NRW-Radiostruktur auf DAB+ machte bereits der Sendernetzbetreiber Media Broadcast.

Doch auch in Bundesländern ohne kommerzielles Lokalradioangebot könnte eine Zusammenarbeit zwischen Privatradiosendern und öffentlich-rechtlichem Rundfunk durchaus Sinn machen. Die Landesrundfunkanstalten betreiben meist in Eigenregie einen Mux, nutzen aber mancherorts nur einen Teil der Kapazitäten; würde man diese an Privatradios untervermieten, entstünde somit eine Win-Win-Situation. Dieses Modell nutzte der WDR in Zusammenarbeit mit der LFM seit 2012 für ein Pilotprojekt, welches nun auslaufen wird. Damals wurden Kapazitäten für Privatradios zur Verfügung gestellt, welche auch von Radio Impala und Domradio genutzt wurden. Nach Einstellung des Programmangebots ist heut nur noch Domradio im WDR-Mux übrig geblieben.

Auch in Sachsen existiert eine Kooperation aus MDR und dem Privatradio R.SA. Auch hier handelt es sich um ein Pilotprojekt.

Die News aus Bayern, sowie Infos aus Hamburg auch im neuen Radio wird digital-Videoformat:

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