Ergebnisse der Digitalradio-Ausschreibung in Bayern

Heute war es soweit. Der Medienrat der bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) gab die Ergebnisse der Ausschreibung auf die Regionalmuxe in München, Augsburg und Ingolstadt bekannt. In diesen Funkhäusern konnten die Sektkorken knallen:

München

Nachdem man sich bislang mit dem Münchner Kirchenradio einen Programmplatz geteilt hat und dieses bei der letzten Ausschreibung einen 24 Std. Kanal erhielt, kann sich nun Radio München über ebenfalls einen Rund-um-die-Uhr-Sendeplatz freuen

Ingolstadt

Bei der letzten Ausschreibung war es der Gewinner schlechthin: die PN Eins Medien GmbH. In den Regionalmuxen Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg hat man Kapazitäten erhalten. Heute wurde der Gesellschaft für PN Eins Urban ein Programmplatz zugesprochen. Außerdem genehmigte der Medienrat  Kapazitätserweiterungen für die bereits genehmigten Programme PN Eins Dance, Radio Ilmwelle, Ilmwelle 90s, Ilmwelle Schlager und Ilmwelle Event. PN Eins Urban richtet sich mit einem Urban AC-Musikformat an die Zielgruppe von 14 – 39 Jahren. Bands und Künstler aus der Region sollen ebenfalls einen Schwerpunkt im Programm bilden, so die Pressemitteilung der BLM.

Augsburg

Eine Überraschung gibt es für die Fuggerstadt. Hier wird es einen „alten-bekannten“ wieder zu hören geben. RT.1 in the mix hat sich erneut beworben und den Platz zugewiesen bekommen. RT.1 in the mix startete in den Regionalmuxen Bayerns. Später wechselte das Programm in den bayernweiten Kanal der Bayern Digitalradio GmbH, bevor es vorläufig den Sendebetrieb über DAB+ im Januar 2013 einstellte.

Insbesondere das Ergebnis in Augsburg zeigt, wie Digitalradio an Fahrt gewinnt. Die zuletzt auf den Lokalrundfunktagen veröffentlichten Zahlen und die Rückkehr eines renommierten Programmanbieters zeigen die Dynamik die in dieser digitalen Technik steckt. Der Präsident der BLM Dr. Siegfried Schneider äußerte sich in seinem üblichen Bericht zu Beginn der Medienratssitzung zum Digitalradio wie folgt:

Beim Hörfunk ist zudem sehr erfreulich, dass die Verbreitung der Digitalradiogeräte mit einem Zuwachs von 74 Prozent gegenüber 2015 sprunghaft gestiegen ist. Insgesamt gibt es damit in bayerischen Haushalten inzwischen knapp 1,5 Mio. Digitalradiogeräte. 4,6 Prozent der Bevölkerung in Bayern ab 10 Jahren hören mittlerweile täglich Digitalradio über DAB+. Das ist natürlich immer noch zu wenig, um an eine Ablösung von UKW zu denken, aber immerhin steigt dieser Prozentsatz weiter deutlich an. Radioprogramme im Internet werden täglich von 4,4 Prozent gehört.

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