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In Europa entdeckt die Politik DAB+

In Deutschland ist DAB+ kaum mehr von der Radio-Landkarte wegzudenken. Der Markt entwickelt sich immer rasanter, wenn es um die Digitalisierung des Radios geht. Das Sendernetz wird immer dichter, die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr!

Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in ganz Europa. Besonders interessant: DAB+ steht auch immer öfter auf der Agenda der Politik, vor allem seit Norwegen im Januar die UKW Abschaltung startete. Am 13.12. ist diese Migration zu DAB+ mit der Umschaltung in der Region Troms/Finmark übrigens abgeschlossen. Am 08.12. verstummten bereits die landesweiten Privatradios in Oslo, Ostfold, Vestfold und Ankershus über UKW zugunsten DAB+.

In Griechenland erwähnte bereits im September der Generalsekretär für Information und Kommunikation in einem Interview, dass sein Land Pläne für die Einführung eines digitalen Rundfunksystems erwäge. Dazu könnten Rundfunklizenzen versteigert werden, so eine Meldung des Senders ERT.

Eine sehr weitreichende politische Entscheidung fiel am 25.10 in der Schweiz. Der dortige Bundesrat hat eine Teilrevision im Radio- und Fernmeldebereich verabschiedet. Diese macht den Weg für einen Switchover von FM zu DAB+ ab dem Jahr 2020 möglich. So wurde entschieden, dass alle Radio-Veranstalterkonzessionen, die Ende 2019 auslaufen bis 2024 verlängert werden sollen, um den Programmveranstaltern Stabilität während der FM-Abschaltphase zu gewährleisten. Radiosender mit einem “Service Public” Auftrag sollen ab 2020 eine Garantie erhalten auf DAB+ senden zu dürfen. Zu Programmen mit “Service Public” Auftrag  zählen Sender, die möglichst die gesamte Bevölkerung erreichen und einen gewissen Anteil an Bildung, Kultur und Unterhaltung beinhalten.  Laut dem Bundesamt für Kommunikation BAKOM hörten im Frühjahr 2017 bereits 57% Radio auf einem digitalen Weg.

Auch in Italien bewegt sich Großes: Am Freitag hat nach einer Meldung von digitalradio.it die italienische Regierung einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, nach dem ab dem Jahr 2020 kein Radiogerät mehr ohne einen Digitalradioempfänger verkauft werden darf. Um dies sicher zu stellen, dürfen Märkte bereits ab 2019 keine FM-only Geräte mehr in ihre Lagerbestände ordern, so der Bericht weiter. Gesetze bedürfen in Italien der Zustimmung des Parlaments, welches aus den gleichberechtigten Kammern Senat und Abgeordnetenkammer besteht.

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