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Lokalrundfunktage Nürnberg

Wie jedes Jahr im Juli ist auch in diesem Jahr die Frankenmetropole Nürnberg Gastgeber der Lokalrundfunktage. Neben großen Herausforderungen für das Radio ist aber auch die positive Entwicklung beim Digitalradio DAB+ ein großes Thema. Diese hob BLM Präsident Siegfried Schneider in seiner Eröffnungsrede hervor:

Es sei erfreulich, so Schneider, dass laut den aktuellen Ergebnissen der Funkanalyse Bayern mittlerweile gut 20 Prozent der Personen ab 14 Jahren in Bayern über ein Digitalradio-Gerät verfügen. In den zurückliegenden Wochen hat es wichtige Impulse für eine positive Entwicklung von DAB+ in Bayern und in Deutschland gegeben. Schneider nannte in diesem Zusammenhang die Entscheidung zum Plattform-Betrieb für einen zweiten bundesweiten DAB-Multiplex und die Kooperationsvereinbarung zwischen der BLM und dem Bayerischen Rundfunk. Schneider:

„Das sind wichtige Wegmarken für die weitere Entwicklung des digitalen Hörfunks in Deutschland. An DAB+ führt aus meiner Sicht kein Weg mehr vorbei.“

Neben DAB+ betonte Siegfried Schneider aber auch die Wichtigkeit des UKW-Netzes, auch vor dem Hintergrund des Verkaufs der Netzstruktur durch die MediaBroadcast. Hier ein weiteres Zitat aus der Pressemitteilung der BLM:

Als ernste Herausforderung bezeichnete Schneider den bevorstehenden Verkauf der UKW-Senderanlagen durch die Media Broadcast. Die Bayerische Medien Technik (BMT), eine 90 Prozent-Tochter der BLM, habe fristgerecht ein Angebot für die Netze in Bayern abgegeben. Mittlerweile sei man in konkreten Verhandlungen mit der Media Broadcast.

„Auch wenn wir in DAB+ die Zukunft des terrestrischen Rundfunks sehen, müssen wir in den nächsten Jahren die UKW-Senderstruktur sichern. UKW wird auch in den kommenden Jahren die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs für die privaten Hörfunk-Anbieter in Bayern bleiben“,

sagte Schneider.

Mit hoher Spannung wurden auch die genauen Zahlen der Funkanalyse Bayern 2017 erwartet. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass über 20% der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens ein DAB+ Gerät besitzen. Dieser enorme Zuwachs spiegelt sich natürlich auch in der Nutzung wider. So büßte UKW in der Tagesreichweite gegenüber 2016 2%(Prozentpunkte) ein, bei gleichzeitigem Zuwachs bei DAB+ um 3%. Der Verbreitungsweg Internet profitierte mit 2% Zuwachs. Mehr als eine Verdoppelung in der Nutzung mindestens einmal in der Woche erfuhr DAB+ bei einer aktuellen Quote von 16,3% innerhalb von 2 Jahren (2015 waren es noch 8%).

Besonderen Anlass zur Freude unter der Familie der Digitalradio Sender hat wohl Kultradio. Der Sender meldet, dass er seine Hörerzahlen laut der FAB2017 gegenüber dem Vorjahr verdoppeln konnte.  Demnach kennen 641.000 Menschen in Bayern KULTRADIO. Herausragend stark ist auch der Kultstart. Mit einer Stundenennettoreichweite von 19.000 Hörerinnen und Hörern ist die Morningshow des Senders der Quoten-Hit. Nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr begleitet KULTRADIO 16.000 Hörerinnen und Hörer auf ihren Weg in den Feierabend. Regelmäßig schalten 83.000 Menschen KULTRADIO ein. Stefanie Enders, Kultradio-Programmchefin zu den Zahlen:

„Die neuen Hörerzahlen zeigen, dass unser Konzept ankommt. Wir bedanken uns bei unseren Hörerinnen und Hörern fürs Einschalten. Wir werden uns auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen und unser Programm stetig verbessern, um unseren Hörerinnen und Hörern die gewohnte KULTRADIO-Qualität weiter bieten zu können.“

Radio hat allerdings auch einige Herausforderungen zu meistern. Musikstreaming gewinnt an starker Beliebtheit. So nutzen laut der FAB2017 zwar immer noch stattliche 79% der 14-29 jährigen Radio, aber mit 76% in dieser Altersgruppe sind die Musikstreaminganbieter stark auf den Fersen. Ist das für Radio eine Gefahr oder stellt Musikstreaming lediglich eine ALternative dar, wie es z.B. vor 20 Jahren der Walkman oder später der MP3-Player war? Fragen, die sich die Radioindustrie stellen muss. In jedem Fall tolle Zahlen für DAB+ und die damit verbundene Zuversicht, dass der digital-terrestrische Verbreitungsweg offenbar eine tolle Zukunft vor sich hat!

 

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