Reaktionen und Meinungen zum Digitalradiotag 2016

Der Digitalradiotag auf der IFA 2016 zeigte erneut, dass Digitalradio auf dem Vormarsch ist, aber noch einige DInge passieren müssen bis DAB+ so weit verbreitet ist, um UKW abschalten zu können. Willi Schreiner, Geschäftsführer der DRD Digitalradio Deutschland GmbH in einer Pressemitteilung:

„Der Trend hin zum Radiohören über digitale Empfangswege und Geräte ist klar erkennbar und lässt sich nicht wegdiskutieren. Sehr erfreulich ist, dass die Anzahl der DAB+ Empfänger in 2016 erneut um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist“

Auch Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung bei REGIOCAST und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DRD Digitalradio Deutschland zieht gegenüber der Presse folgendes Fazit:

„Der Digitalisierungsbericht zeigt zum dritten Mal in Folge ein positives Wachstum für Digitalradio auf. Damit zeigt sich erneut, dass die Entwicklung im deutschen Markt verglichen mit anderen europäischen DAB-Märkten im zeitlichen Verlauf ähnlich oder gar besser ist. Nun muss die Entwicklung weiter gehen, um Digitalradio nachhaltig in Deutschland zu etablieren.“

Gegenüber „Radio wird digital“ äußerte sich der Geschäftsführer des Radiosenders pureFM erfreut über die Zahlen, empindet es aber absurd, dass noch immer Geräte mit MW-Empfang verkauft würden, gleichzeitig aber teilweise der DAB+-Empfangschip vernachlässigt würde:

Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der LFM zweifelt am Erfolg von DAB+ und hält ein Einschreiten der Politik für notwendig, sieht aber hier die Möglichkeiten angesichts der begrenzten Mittel für begrenzt. Gleichzeitig appellierte er an die Radiomacher klarere Profile zu etablieren, um Radio weiterhin attraktiv zu halten:

Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der SLM sieht Digitalradio angesichts der jüngsten Zahlen auf einem guten Weg und würde sich wünschen, dass frei werdende UKW-Frequenzen nicht neu ausgeschrieben werden würden.

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