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So wird das DAB+ Jahr 2018

Es war ein gutes Digitalradio-Jahr 2017! Erneut Rekorde bei den verkauften Geräten, zwei Werbekombis für diesen Verbreitungsweg wurden gestartet und immer mehr Programme entschieden sich für das moderne, digitale, terrestrische DAB+. Demnach kann hoffnungsvoll ins Jahr 2018 geblickt werden; aus folgenden Gründen

Bundesweit

Es sollte das Highlight des kommenden Jahres werden: Der Start des zweiten Bundesmux. Doch nach Ende des Ausschreibungsprozesses Anfang Juni 2016, aus dem der Gewinner Antenne Deutschland mit dem Konsortium aus Media Broadcast und der Absolut Digital GmbH u. Co.KG hervorging, entpuppt sich ein unterlegener Bewerber, die DABP GmbH als schlechter Verlierer, sucht dieser doch wiederholt Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht Leipzig. Sollte diesem bzw. der Klage statt gegeben werden oder es nicht doch noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, könnte es schwer werden mit einem Start im Jahr 2018!

Bayern

Es war ein Mammutprojekt im Freistaat im Jahr 2017, welches glatt und komplikationsfrei über die Bühne ging: der Privatradiomux der BDR wurde zugunsten mehrerer Lokalmuxe, die vom BR/BDR und BLM aus der Taufe gehoben wurden aufgelöst. In den für die einzelnen Regierungsbezirke geschaffenen Kapazitäten finden nun landesweite und lokale Programme ihr neues zu Hause. Und dieser Prozess geht in 2018 weiter: So wird das Netz auf Kanal 12D für Niederbayern und der Oberpfalz noch einmal geteilt. In Niederbayern (künftig 7D) sollen dann neben einzelnen Programmen des BR und einigen landesweiten, privaten Sendern Radio Trausnitz, Radio AWN, unser Radio Passau/Deggendorf, Radio Galaxy Landshut und Radio Galaxy Passau/Deggendorf starten. Auf Kanal 12D für die Oberpfalz werden auf den lokalen Kapazitäten für Charivari Regensburg, gong fm, Radio Ramasuri und Radio Galaxy Amberg/Weiden Plätze reserviert. Los gehen soll es laut BLM am 03. Juli 2018

Bremen

Ohne die Media Broadcast geht auf DAB+ beinahe nichts mehr. Kein Wunder. Das Unternehmen hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird sich in 2018/2019 nahezu vollständig von seinen UKW-Aktivitäten trennen. Man setzt voll auf die junge Digitaltechnik DAB+. Eine Strategie, die honoriert wird. Die Landesmedienanstalt brema hatte in 2017 Kapazitäten für einen Privatradiomux ausgeschrieben, die für einen Palttformbetrieb vollständig an den Sendernetzbetreiber gingen. Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben in der ersten Jahreshälfte in der Hansestadt starten.

Berlin/Brandenburg

Auch die Bundeshauptstadt und das angrenzende Brandenburg werden sich in 2018 über mehr Vielfalt im Digitalradio DAB+ freuen können. Über die aktuelle Entwicklung berichtet die radioWOCHE.

Hamburg

Hier könnte es schon im Januar spannend werden. Die Rockantenne hat sich beim Rock’n Pop Radio Alsterradio eingekauft. Die NWZ Mediengruppe beteiligt sich im Gegenzug an der bayerischen Radiogruppe. Dadurch soll zum Jahresstart Alsterradio in Rockantenne Hamburg umbenannt werden. Ebenso möchte in 2018 das Programm Peli One starten.

Mecklenburg-Vorpommern

In der beliebten Urlaubsregion könnte es ebenfalls zu einer Vermehrung des Angebotes über DAB+ im Jahr 2018 kommen. Im Oktober endete einer sogenannter Call for interest, zu dem 6 Programmanbieter und 1 Plattformbetreiber ihr Interesse an einer digital-terrestrischen Ausstrahlung signalisiert haben. Dies könnte in einer Ausschreibung 2018 münden.

Saarland

Im westlichen, kleinen Bundesland ist die Situation vergleichbar mit Mecklenburg-Vorpommern. Auch hier könnte es zu einer Ausschreibung nach vielen Interessenbekundungen in Folge eines Call for interest kommen.

Hessen

Auch in Hessen könnte sich 2018 etwas tun. Aus einer Pressemitteilung der LPR Hessen im Dezember geht hervor: Die HDR hat Überlegungen für einen Ausbau in Nord- und Osthessen vorgestellt. Über die Senderstandorte Kassel/Habichtswald, Hoher Meißner, Biedenkopf und Fulda ist eine zumindest flächenhafte Versorgung der Region sicherzustellen, die bis zum dritten Quartal 2018 zu realisieren wäre. Die Versammlung begrüßte die Vorstellungen der HDR ausdrücklich, weil nur so eine gleichgewichtige Versorgung mit Hörfunkprogrammen in ganz Hessen realisiert werden kann. Sie stellte zugleich entsprechende Betriebskostenförderungen für den Ausbau des Sendernetzes in Aussicht, weil Hessen mit seinen unterschiedlichen Bevölkerungsschwerpunkten eine besondere Herausforderung für private Medienangebote darstellt.

Ein spannendes DAB+ Jahr steht bevor. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, Gesprächspartnern und Freunden einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und glückliches 2018!

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