Weitere Infos zum Ausbau der DAB+ -Regionalnetze in Bayern

Auf der Medienratssitzung der bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) erläuterte der Präsident Siegfried Schneider in seinem Bericht dem Medienrat die weiteren Schritte zum Aufbau der Digitalradio-Netze in Bayern. Radio wird digital veröffentlicht den genauen Wortlaut dieses Teils der Rede von Siegfried Schneider:

Auf der Basis der BR/BLM-Vereinbarung zum Infrastruktur-Sharing in DAB-Netzen wird die Bayern Digital Radio ab dem 01.07.2017 allen UKW-Radioanbietern in Oberfranken, Unterfranken und im westlichen Mittelfranken eine DAB-Ausstrahlung anbieten können. Die Landeszentrale wird daher in einem ersten Schritt allen heute sendenden UKW Anbietern in diesen 3 Regionen die Simulcast-Ausstrahlung ihrer UKW-Hörfunkprogramme in den regionalen DAB-Netzen anbieten. Soweit die UKW-Anbieter dieses Angebot wahrnehmen, wird die Ausstrahlung in einem 4-Jahresvertrag gesichert. Den Anbietern wird neben dem Preis für die Ausstrahlung, der mittels eines Technischen Infrastrukturausgleichs über alle DAB-Netze in Bayern hinweg ermittelt wird, auch die voraussichtliche Technische Infrastrukturförderung für diesen Zeitraum mitteilen. Durch die Fördermittel des Freistaates Bayern und der Landeszentrale wird es möglich sein, das DAB-Engagement der lokalen Hörfunkanbieter in den nächsten 4 Jahren besonders zu fördern. Sollten nach der Abfrage zur Simulcastverbreitung dann noch freie Kapazitäten in diesen 3 Regionalnetzen vorhanden sein, wird in einem zweiten Organisationsschritt eine Ausschreibung der freien Kapazitäten vorgenommen. Ziel ist es, bis 01.07.2017 die DAB-Regionalnetze in Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken mit einem breiten Angebot an lokalen Hörfunkprogrammen in Betrieb zu nehmen.
Für die heute sendenden landesweiten DAB-Anbieter wird parallel eine Abfrage durchgeführt, ob sie ihr landesweites DAB-Engagement ab 01.07.2017 ebenfalls für 4 Jahre fortsetzen wollen. Die mögliche Förderquote für landesweit verbreitete Angebote wird bei max. 25 % liegen.

Von regen Medieninteresse wurde auch die Umwidmung der Frequenzen 94,5 Mhz in München und 106,2 Mhz in Erlangen begleitet. Der Medienrat beschloss heute, diese Frequenzen, die bislang von den Ausbildungskanälen afk M94,5 und afk max genutzt werden, den Sendern Rock Antenne (München) bzw. egoFM (Erlangen) künftig zur Verfügung zu stellen. Im Sinne der Digitalisierung des Radios ist es durchaus nachvollziehbar, dass beide Ausbildungskanäle nun ausschließlich über DAB+ und das Internet verbreitet werden sollen, zumal beide Sender intensiv durch die BLM monetär gefördert werden. Und im Sinne einer modernen Ausbildung sollte man auch den modernsten Verbreitungswegen positiv gegenüber stehen. Oder welcher Auszubildender möchte lieber von einem reinen Gebrauchtwagenhändler ausgebildet werden statt von einem Betrieb, der auch moderne Elektrofahrzeuge anbietet?

Zielführender wäre es allerdings gewesen beide Frequenzen nicht wieder Mitbewerbern zur Verfügung zu stellen, sondern die UKW-Frequenzen schlichtweg brach liegen zu lassen. Die Zukunft des Radio ist schließlich digital. UKW besitzt dagegen keine Zukunftsfähigkeit mehr. Dieses Signal hätte man durch Auslaufen der 94,5 bzw. 106,2 bestens setzen können.

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